Valascia Ambri — 1873 Zuschauer (Saisonminusrekord) — Mandioni; Fluri, Müller
Tore: 16. Metropolit (Rüfenacht, Damien Brunner) 0:1. 21. (20:25) Incir (Landry) 1:1. 23. Pestoni (Duca/Ausschluss Wozniewski) 2:1. 31. Snell (Damien Brunner, Metropolit/Ausschlüsse Hofmann; Diaz) 2:2. 35. (34:59) Bundi (Bianchi, Duca) 3:2. 36. (35:53) Damien Brunner (Diaz) 3:3. 40. (39:13) Diaz (Metropolit) 3:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 6mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Wozniewski, Markkanen) gegen Zug.
Ambri: Bäumle (41. Croce); Casserini, Kutlak; Denissow, Bundi; Gian-Andrea Randegger, Stirnimann; Duca, Martin Kariya, Pestoni; Adrian Brunner, Landry, Hofmann; Walker, Bianchi, Demuth; Botta, Zanetti, Trevor Meier; Incir, Isabella.
Zug: Markkanen; Wozniewski, Patrick Fischer II; Diaz, Oppliger; Chiesa, Snell; Erni; Di Pietro, Metropolit, Sven Lindemann; Christen, Fabian Sutter, Corsin Camichel; Casutt, Duri Camichel, Fabian Schnyder; Damien Brunner, Rüfenacht.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Westrum, Schulthess, Raffainer, Kobach, Gautschi, Murovic (alle verletzt) und Lehoux (überzähliger Ausländer), Zug ohne Fabian Lüthi, Kress, Blaser (alle verletzt) und Holden (gesperrt). — Timeout Ambri-Piotta (59:23).
Eigentlich brauch ich heute Abend nur über das zweite Drittel zu schreiben. Aus dem ersten Spielabschnitt ist nur zu erwähnen, dass die Gäste von der anderen Seite des Gotthards (und Rigi und Vierwaldstättersee und was alles noch dazwischen liegt) nach 16 Minuten in Führung gingen. Grundsätzlich verdient vom Spielverlauf her, wäre da nicht eine Strafe für die Zuger dem Tor vorgegangen.
Die Constantine-Boys konnten den Ärger über diesen Gegentreffer abrütteln und kamen wie die Feuerwehr aus der Kabine. Nach nur 25 Sekunden zappelte der Puck im Netz. Incir überraschte Markkanen mit einer Direktabnahme auf Pass von Landry, welcher ihm die Scheibe vom Bullypunkt rüberschob. Und nur zwei Minuten später ging das Heimteam in Führung. Pestoni erwischte den finnischen Goalie über dessen Fanghand. Wozniewski sass auf der Strafbank.
Die Partie wurde ruppiger. Zuerst musste Diaz auf die Strafbank, ihm folgte eine Minute später jedoch Hofmann nach einem angeblichen Stockschlag gegen Markannen (solche Szenen sieht man dutzendfach im Slot). Nach einer enormen Druckphase bedeutete diese Strafe etwas Luft für die Gäste. Und sie kamen prompt zum Ausgleich. Snell reüssierte vor Bäumle.
Ambri fing sich schnell wieder und powerte weiter. Eben war eine weitere Strafe gegen Zug abgelaufen, als Bundi von der Spielerbank kam und auf den Puck eindrosch, welcher auf der blauen Linie lag. Markkanen hatte keine Chance. Die Freude war aber nur von kurzer Dauer. 54 Sekunden später jubelten die Gäste über einen eklatanten Abwehrfehler des Heimteams. Zwei Spieler brachten die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel. Damien Brunner und Diaz sagten Danke und spielten Bäumle gekonnt aus.
47 Sekunden vor Drittelsende passierte fast das genau gleiche Szenarion noch einmal vor Bäumle. Diesmal traf Diaz auf Pass von Metropolit. Zug war in diesem Drittel sehr effizient. Ambri drückte vehement auf das Tor der Gäste, konnte aber trotz drei Treffern nicht daraus profitieren.
Somit wäre ich am Ende des heutigen Matchberichts. Ach ja, ein drittes Drittel gab es auch noch. Die einzigen beiden erwähnenswerten Szenen sind der Goaliewechsel von Bäumle auf Lorenzo Croce, welcher seinen neu designten Helm ausfahren durfte, und das TimeOut kurz vor Schluss, bevor Constantine seinen Goalie auf die Bank beorderte. Die Möglichkeiten, um das Spiel noch auszugleichen, blieben jedoch während den ganzen 20 Minuten aus.
Alles in allem hat man ein sehr kämpferisches Ambri gesehen, erneut. Jedoch reicht ein starkes Drittel gegen eine Spitzenmannschaft wie Zug nicht aus, um mit Punkten aus dem Stadion zu gehen. Erneutes Highlight waren die Jungen. Die ‘seckeln’ sich Mal für Mal die Lunge aus dem Leib. Da können sich die älteren Spieler getrost eine Scheibe von abschneiden.