Litternahalle Visp — 4300 Zuschauer (ausverkauft) — Prugger, Reiber, Abegglen, Kaderli
Tore: 6. Murovic (Botta, Schulthess) 0:1. 25. Forget (Eigentor Raffainer/Küng, Loichat/Ausschluss Gautschi) 1:1. 33. Meier (Adrian Brunner) 1:2. 46. Pestoni (Duca) 1:3. 50. Forget (Heldstab/Ausschluss Mattia Bianchi) 2:3. – Strafen: je 3mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Forget; Pestoni.
Visp: Müller; Heldstab, Anthamatten; Wiedmer, Schüpbach; Heynen, Portner; Bielmann, Cédric Jacquemet; Brulé, Forget, Loichat; Triulzi, Brunold, Dolana; Andy Furrer, Zeiter, Küng; Joss, Füglister, Imhof.
Ambri-Piotta: Bäumle; Denissow, Casserini; Uinter Guerra, Gautschi; Schulthess, Bundi; Pestoni, Martin Kariya, Duca; Murovic, Walker, Botta; Elias Bianchi, Mattia Bianchi, Raffainer; Hofmann, Adrian Brunner, Meier.
Bemerkungen: Visp ohne Andrighetto (U18-WM-Vorbereitung) und Eisenegger (Militär), Ambri-Piotta ohne Demuth, Kobach, Incir, Landry, Westrum und Kutlak (alle verletzt) sowie Veilleux, Zanetti und Gian-Andrea Randegger (alle überzählig). – 23. Pfostenschuss Zeiter. – 43. Timeout Ambri-Piotta.
Ambri-Piotta schaffte in Spiel 2 der Ligaqualifikation mit einem 3:2 Sieg in Visp auf Anhieb das Break. Inti Pestoni entschied mit dem Treffer zum 3:1 in der 46. Minute die Partie.
Ambri-Piotta schaffte damit zum dritten Mal in Folge im diesjährigen Kampf gegen den Abstieg auf Anhieb einen Auswärtssieg. Eine 2:0-Führung in der Serie im diesjährigen Saison bildete bislang aber kein gutes Omen für den Letzten der National League A. In den Playouts zogen die Leventiner anschliessend sowohl gegen Biel als auch gegen die Rapperswil-Jona Lakers den Kürzeren. Und im Vorjahr hatte sich Biel in der Ligaqualifikation gegen den damaligen NLB-Meister Lausanne nach einer 2:0-Führung erst in extremis in Spiel 7 den NLA-Platz verteidigen können. Ambri-Piotta ist so gesehen noch längst nicht durch.
Ambri-Piotta schien nach Inti Pestonis Gamewinner einem sicheren Sieg entgegenzustreben. Doch aufeinanderfolgende Strafen gegen Martin Kariya und Mattia Bianchi brachten Visp gut zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit eine doppelte Überzahlsituation von 92 Sekunden ein. Bei fünf gegen vier verkürzte dann der Walliser Topskorer Dominic Forget mit seinem zweiten Tor des Abends. Dennoch folgte für Ambri-Piotta diesmal kein Zitterfinish mehr. Ein Ansturm der Walliser blieb auch wegen eines geahndeten Stockschlages gegen Fernando Heynen gut zwei Minuten vor Spielende aus.
Die Leventiner hatten die Partie defensiv solid und begonnen und dem Gegner insgesamt weniger Torchancen als noch in Spiel 1 zugestanden. Goalie Thomas Bäumle war wiederum ein sicherer Rückhalt der Tessiner, selbst wenn er wie in Spiel 1 wieder von einem Mitspieler “bezwungen” wurde. Raeto Raffainer lenkte beim1:1-Ausgleich der Gastgeber eine Hereingabe von Dominic Forget ins eigene Tor ab.
Für Ambri waren vor Pestoni zwei “Arbeitstiere” als Torschützen erfolgreich. Mirko Murovic erzielte in der 6. Minute mit seinem dritten Saisontor die 1:0-Führung für die Leventiner. Routinier Trevor Meier sorgte für das 2:1 (33.). Für den früheren Stürmer des SC Bern war es das vierte Saisontor, das bereits im 3. diesjährigen Abstiegskampf (Playout und Ligaqualifikation).