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13. Runde 04.02.11 HCAP – HCL 2 : 3 n.V.

HC Ambri-Piotta – HC Lugano 2:3 (2:0, 0:1, 0:1, 0:1)

Valascia Ambri — 6252 Zuschauer — Kurmann, Koch; Abegglen, Kaderli
Tore:
8. Bundi (Kariya, Pestoni) 1:0. 16. Gautschi 2:0. 35. Kamber (Bourque, Domenichelli) 2:1. 57. Murray (Romy, Genoway) 2:2. 63. Romy (Murray, Popovic) 2:3.
Strafen:
3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 plus 10 Minuten (Genoway) gegen Lugano.
Ambri:
Bäumle; Schulthess, Kutlak; Gautschi, Casserini; Guerra, Bundi; Randegger; Kariya, Pestoni, Duca; Westrum, Murovic, Veilleux; Walker, Demuth, Raffainer; Zanetti, Brunner, Botta; Isabella.
Lugano:
Aebischer; Nummelin, Kienzle; Popovic, Ulmer; Julien Vauclair, Nodari; Profico; Kamber, Domenichelli, Genoway; Sannitz, Murray, Bourque; Romy, Reuille, Jörg; Conne, Tristan Vauclair, Kostovic.
Bemerkungen:
Ambri ohne Bianchi, Hofmann, Incir, Landry, Meier, Stirnimann (alle verletzt), Kobach (krank) und Denissow (überzählig), Lugano ohne Hirschi (verletzt), Caron und Henessy (beide überzählig). 32. Kutlak verletzt ausgeschieden. Timeout: 38. Ambri, 59. Lugano.

Spielbericht von hcap-luzern.ch:

Lugano startete furios in dieses letzte Tessiner Derby der Regular Season. Sie erspielten sich eine gute Chance, doch Bäumle war zur Stelle. Ambri brauchte einen Moment, um ins Spiel zu kommen, hatte dann aber nach fünf Minuten ihrerseits eine hochkarätige Gelegenheit durch Pestoni. Aebischer wirkte unsicher. Seine Vordermänner behielten aber die Oberhand, etwas zählbares schaute dabei aber nicht heraus.

Nach sieben Minuten konnte sich Ambri ein erstes Mal im Drittel der Luganesi richtig festsetzen, und gleich klingelte es hinter Aebischer. Pestoni schoss von halb links, Aebischer wehrte auf die andere Seite ab. Da stand Bundi. Dieser drückte einfach mal ab und erwischte den Torhüter in der kurzen Ecke.

Dies beeindruckte die Luganesi aber nicht. Mehrfach setzten sie sich im Drittel der Leventiner fest, profitierten auch von Scheibenverlusten der Ambri-Verteidiger. Ein Entlastungsangriff stellte das Score etwas entgegen dem Spielverlauf auf 2:0. Walker und Gautschi zirkelten im Drittel der Luganesi. Als Gautschi die Scheibe in den Slot legen wollte, lenkte Nodari diese unhaltbar an Aebischer vorbei. Die Valascia bebte.

Diese beiden eher überraschenden Tore wurden durch ein sehenswertes zweiminütiges Powerplay von Ambri etwas aufgewertet. Beide Blöcke machten massiv Druck, das dritte Tor lag in der Luft, fiel dann aber nicht mehr vor der Sirene.

Die ersten zehn Minuten sind schnell erzählt: Lugano hatte wieder Vorteile, erreichte aber nichts Zählbares. Dann wurde das Spiel jedoch lanciert, als Pestoni in der 31. Minute zuerst eine Grosschance vergab und beim nächsten Gegenstoss auf offenem Eis von Genoway am Kopf gecheckt wurde. Der Jungstar blieb kurz liegen und musste vom Eis geführt werden. Er spielte aber weiter. Weniger gut erging es Kutlak. Er blockte nur Sekunden darauf einen Schuss mit dem Nacken. Er wurde in die Kabine geführt und kam nicht mehr zurück.

Ambri konnte aus der Strafe gegen Genoway nicht und wurde dafür selber bestraft. Bourque, Domenichelli und Kamber kombinierten sich durch die Abwehr und verkürzten auf 1:2. Bei diesem Spielstand blieb es, denn die Partie fand wieder in die alte Fahrrinne zurück. Lugano drückte, konnte aber von den Spielvorteilen nicht profitieren.

Ach ja, das dritte Drittel zeigte kein neues Bild. Bis zur 55. Minute drückte Lugano, zwang Ambri im eigenen Drittel immer wieder zu Scheibenverlusten und erarbeitete sich einige Gelegenheiten. Doch Bäumle machte sie alle zunichte. Dann, eben in dieser 55. Minute konnte plötzlich Veilleux alleine auf Aebischer los, er schaffte es aber nicht, das Spiel zu entscheiden. Fast im Gegenzug machte Lugano eine alte Sportweisheit geltend: Wer die Tore nicht macht, kriegt sie. Murray zog drei Meter vor Bäumle ab und traf. Das Spiel ging in die Verlängerung.

Und es kam wie es kommen musste. Lugano dominierte auch die Verlängerung und erzwang somit den Extrapunkt nach ’Sotto Ceneri’. Romy lenkte eine Hereingabe über Bäumle hinweg ins Tor.

Der Sieg war verdient. Lugano verbrachte gefühlte 80% des Spiels im Drittel der Leventiner. Ambri machte sich das Leben mit vielen unnötigen Scheibenverlusten selber schwer und verpasste es somit, sich eine gute Ausgangslage für die letzten Partien zu erkämpfen. Der Rückstand auf die Rivalen aus dem Südtessin beträgt wieder 3 Punkte.

Der einzige, der heute Abend glänzen konnte, war Bäumle. Einerseits mit vielen guten Paraden und andererseits mit lupenreinem Italienisch beim Interview mit dem Tessiner Fernsehen.

Vielleicht tut die Pause gut und die Tanks können nochmals richtig gefüllt werden.

Spielbericht: Gabriel